Kunstwerk von Claude Monet

Vom Impressionismus zur abstrakten Kunst
Ein Gemälde von Claude Monet

Emotionen in der Kunst: ein Beispiel zwischen Wasser und Himmel

Einblick in die Inspiration durch Kunst

Bei der Betrachtung von Kunstbildern begleiten Impressionen unsere Sinne und erwecken unsere Gefühle, egal ob wir Gemälde kaufen oder uns bei einer Ausstellung an diesen erfreuen. Sowohl moderne Bilder, als auch vergangene Kunstepochen lassen in jedem von uns Eindrücke entstehen. Diese bleiben lange in unserem Gedächtnis und beeinflussen unsere Wahrnehmung. Abstrakte und realistische Gemälde, die sich positiv auf unsere Sinne auswirken, entstehen durch Farben der Komposition von Formen. Speziell in meiner abstrakten Kunst lasse ich mich gern von diesen Faktoren treiben, sodass jedes Bild individuell entsteht.

Jeder Maler nutzt andere Motive, um Kunst auszudrücken. Ein ganz beliebtes und besonderes Motiv auf Gemälden ist beispielsweise die Natur. Die Atmosphäre entsteht dabei vor allem durch die Ästhetik der Natur, die eine unendliche Inspirationsquelle für viele Künstler, vor allem aus dem Impressionismus, bietet. Dem Betrachter wird Die Natur durch gezielte Farben und Formen nähergebracht. Dieser Ansatz ist bereits aus den Epochen vor dem Impressionismus bekannt. Was jedoch durch den Impressionismus neu dazugekommen und somit typisch für diese Zeit geworden ist, sind die Farbkombinationen und die Art des Pinselauftrags. Für Maler aus dem Impressionismus war es essenziel, Farben als Assoziation für positive Emotionen einzusetzen und den Menschen ins Staunen zu versetzen. Dadurch entstehen ganz automatisch Verbindungen mit schönen Dingen des Lebens für uns als Betrachter.

Im Gegensatz zum Impressionismus, hat der Betrachter von abstrakter Kunst heutzutage eine nicht so eindeutige Projektionsfläche, denn die Natur wird vielmals in abstrakte Formen und Farben übersetzt, was auch ein Teil meiner eigenen Arbeiten beinhaltet. Für mich gilt die bedeutende Kunstepoche des Impressionismus als Inspirationsquelle, da diese mich besonders fasziniert. Das Zusammenspiel zwischen Licht, Farbe, Formen und der Naturwahrnehmung auf den Motiven wird besonders gut im Buch von Wassily Kandinsky „Über das geistige in der Kunst“ beschrieben. Hier befindet sich eine online verfügbare Ausgabe seines Werkes. Auch er gehört zu einem unverkennbaren Künstler der Epoche des Impressionismus und befasste sich intensiv mit der genannten Thematik in seinen Studien. Daher empfehle ich jedem Interessierten diese Lektüre als eine Basis zum Verständnis der Wahrnehmung von Kunst von Kandinsky. Sollten Sie lieber allgemeinen Informationen über sie Epoche interessiert sein, eignet sich auch dieser Blog .

Meine erste Inspirationsquelle: Claude Monet

Ein sehr eindrucksvolles Beispiel und gleichzeitig Inspiration aus dem Impressionismus ist der Maler Claude Monet. Der sogenannter „Vater des Impressionismus“ fängt in seinen Bildern den Augenblick der Natur unter freiem Himmel ein. Der Künstler ist bis heute für seine über 300 Bilder der Wasserlilienmotive und dem Darstellen des bürgerlichen Alltagslebens bekannt. Besonders auf seinem Grundstück in Giverny sammelte er Inspiration für seine Kunst. Seine Serie von Gemälden an diesem Ort ist um 1880 entstanden und beinhaltet wichtige Etappen in seiner Entwicklung. Monet malte die Natur, vor allem die Küste, so, wie er sie sah und erlebte. So entstand auch das Gemälde „Scogliere e barche a vela a pourville“ (deutsch: Klippen und Segelboote in Pourville), welches zu meinen Lieblingswerken des Künstlers zählt. Er verbrachte hier viel Zeit allein, entfernt von seiner Familie, schwärmte jedoch sichtlich von der schönen Umgebung, die ihn von seinen Sorgen befreite. Um seine Bilder noch naturgetreuer zu kreieren und die damit einhergehenden Emotionen rüberzubringen, malte Monet sehr oft im Freien.

Detaillierte Analyse von Monet’s „Scogliere e barche a vela a pourville“

Auch dieses Gemälde entstand aus Monets Studien vor Pourville’s Küste. Die Komposition von Himmel und Wasser, der weite Blick auf den Horizont und die Fügung der hellen Farben des Gemäldes erwecken ein warmes Sommergefühl, welches jedem von uns bekannt ist. Die Leichtigkeit, der auf dem Wasser gleitenden Boote und der große Felsen bewirkt eine gewisse Ruhe, die mich jedes Mal aufs Neue fasziniert.

Mit einer gewissen Naturnähe blickt der Betrachter weit in die Ferne und sieht das aus seiner Position unerreichbare Geschehen, welches im Gemälde abgebildet wird. Die von Monet gewählte Perspektive lässt das Bild in der Mitte horizontal trennen. In der unteren Hälfte befindet sich die Komposition von mehreren Segelbooten, die sichtlich vom Wind getrieben werden. Der Betrachter wird automatisch auf die Mitte des Bildes und somit auf die großflächig gemalten Boote gelenkt. Diese scheinen, im Vergleich zum Rest des Kunstwerks, aus einigen wenigen Pinselstrichen zu bestehen und stehen zugleich für die Einfachheit in diesem Bild. Neben diesem auf den ersten Blick einfach wirkenden Motiv, dominieren die bekannten Naturelemente: Himmel, Wasser und Erde als Gegensätze das Gemälde.

Das Wasser ist bläulich, wirkt jedoch fast grün, was typisch für die Küste Frankreichs ist. Die sich darauf befindenden Boote spiegeln sich auf den Wellen des Wassers. Monet malte das Wasser mit einem groben Auftrag an Ölfarbe. Es entsteht eine natürliche Bewegung des Wassers, welches Monet unterstützend durch die Briese des Windes realitätsnah dargestellt. In dieser Zeit hat sich der Maler lange in Frankreich aufgehalten und konnte die umgebende Natur genau studieren. Ihm gelang es, jeden Pinselstrich so zu setzen, dass verschiedene Blickrichtungen entstehen. Das Gemälde wird aus der Nähe ganz anders hervorgebracht, als aus einer gewissen Ferne. Diese typisch impressionistische Darstellung erlaubt dem Betrachter seine eigene Distanz zu wählen, um sich der Komposition bewusst zu machen.

Ein weiteres wichtiges Motiv in diesem Bild ist der Felsen. Dieser befindet sich auf der linken Seite des Gemäldes. Der Felsen ist, ähnlich wie das Wasser, in den Naturfarben braun und grün gehalten. Pastelltöne umhüllen das Motiv zusätzlich. Der Felsen ragt aus dem Wasser empor. Gleichzeitig wird dem Betrachter kein weiterer Anhaltspunkt geliefert, um abschätzen zu können, ob es sich dabei um eine einzelne Insel handelt. Der Farbauftrag unterscheidet beide genannten Motive unmittelbar voneinander. Betrachtet man den Pinselstrich genauer, so fällt auf, dass Monet den Felsen nicht so grob gemalt hat, wie das Wasser. So unterschiedlich, wie die Naturelemente Erde und Wasser sind, so differenziert bringt auch der Künstler die farbliche Zusammensetzung und den Farbauftrag rüber. Die Perspektive des Bildes und der Vergleich anderer Gemälde mit ähnlichen Motiven zu dieser Zeit, lassen vermuten, dass der Küstenabschnitt auf der linken Seite weitergeht. Der Künstler malte das Bild möglichweise direkt auf dem Berg stehend.

Schließlich gibt es das letzten Element auf diesem Gemälde: den Himmel. Hierfür wählte Monet leichte Pastelltöne, sodass eine Mischung aus hellen blauen, weißen und rosa Tönen entsteht. Claude Monet malte sehr großflächige Wolken, die eine Leichtigkeit ausstrahlen, obwohl sie keine Sonne durchlassen. Diese Leichtigkeit entsteht durch Monets Pinselaufstrich und wird durch große weiße Flächen auf dem Gemälde unterstützt.

Durch die Aufnahme desselben Farbtons – blau – entsteht eine Balance zwischen Himmel und Wasser. Trotzdem differenziert der Künstler auch hier die gegensätzlichen Naturelemente durch den unterschiedlichen Farbauftrag voneinander und bringt jedes für sich besonders hervor.

Das Original von Claude Monet: Scogliere e barche a vela a pourville

Die Kopie von Anna Schiller vom Original Claude Monet: Scogliere e barche a vela a pourville

Inspirationen aus Emotionen

Monets Stil und das Zusammenspiel seiner Farben unterstreichen die natürliche Schönheit der Landschaft von Frankreich und das Gefühl von Leichtigkeit und einer Sommerbriese. Pastellfarben treffen gleichzeitig auf satte und kühle Farben, eine sehr gelungene Vielfalt, die eine Verbindung zur Sonne und Erholung und somit zu positiven Emotionen schafft.

Monet gelingt es, durch die einzigartige Farbkombination und Komposition eines so einfachen Motivs, den Betrachter in seinen Bann zu ziehen und ihn in seinen persönlichen Sommertraum einzubetten. Das unvergessliche Gefühl des Sommers ist eines der Gründe, warum ich mich entschied, dieses Bild vom Original nachzumalen und meine Wohnung damit zu dekorieren.

Inspirationen entstehen aus Emotionen und bilden eines der wichtigsten Bestandteile in der Kunst, so auch in meiner eigenen. Künstler, wie Monet, haben mir gezeigt, wie wichtig es ist Farben und Formen gezielt einzusetzen und gleichzeitig genug Leichtigkeit und Freiraum für den Betrachter zu lassen. Wie der Impressionismus zu seiner Zeit, möchte auch ich mit meiner abstrakten Kunstsprache Impressionen schaffen und Emotionen hervorrufen, die bewegen und bleiben und so zu Erinnerungen werden. Jedes meiner Bilder entsteht aus einer persönlichen Emotion, die ich übertragen und teilen möchte, um Menschen zu inspirieren. Die ersten Eindrücke finden sie hier www.annaschillerart.com.

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